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Erste Empfangsversuche

undefined Emfangsanlage mit 80cm SAT-Antenne

Hier sieht man die ersten Versuche mit einem 80 cm Spiegel und einem normalen LNB. Der paralaktisch montierte Spiegel ist für diesen Versuch auf die Sonnenbahn ausgerichtet worden. Oben rechts im Spiegel sieht man, wie die Sonne langsam erfasst wird. Mit der Messanordnung wird natürlich das - durch den LNB vorgegebene - Frequenzspektrum breitbandig erfasst.

Die Auswertung erfolgt hier durch einen nachgeschalteten Satellitenfinder. Die gleichgerichtete Steuerspannung für die Aussteuerungsanzeige wurde hier abgegriffen und auf eine zusätzlich angebrachte Buchse gelegt. Die abgegriffene Spannung wird dann durch ein Multimeter erfasst.

Hier sind für die Zukunft andere Antennenversionen für verschiedene Frequenzbereiche geplant. Ich will versuchen, hier zukünftig die Wasserstofflinie bei 1,42 GHz zu beobachten. Zur Zeit werden hierfür noch Baugruppen entwickelt.

Das Bild zeigt die Erfassungseinrichtung. Diese besteht aus einem Multimeter mit RS-232 Schnittstelle und einem Laptop mit einer Meßlaborsoftware. Das, am Satellitenfinder abgegriffene Signal, wird vom Multimeter gemessen und von der Software zyklisch abgefragt. Die Abfragegeschwindigkeit ist einstellbar. Die gemessenen Werte werden von der Software, inklusive Zeitstempel, in eine Tabelle geschrieben. Diese Tabelle kann dann z.B. in EXCEL weiterverarbeitet und grafisch dargestellt werden. Wer sich dafür interessiert, kann sich hier eine Auswertung des obigen Sonnendurchgangs im PDF-Format ansehen oder downloaden.

Messung der Wasserstofflinie

Inzwischen habe ich einen ersten Versuch gestartet, um die Wasserstofflinie bei 1,42 GHz zu messen. Als Antenne habe ich die selbstgebaute Helix-Antenne verwendet. Ein entsprechendes Antennen-Berechnungs-Tool gibt es auf der Seite von John Coppens, ON6JC.  

Die Antenne ist nach Süden, mit einer Deklination von etwa -16° ausgerichtet. Gemessen wird in der galaktischen Ebene.


Schema der Messeinrichtung

Das Interdigitalfilter habe ich nach dem Vorverstärker angeordnet, da die Dämpfung des Filters die NF des Verstärkers ansonsten anheben würde. Dadurch werden dann auch alle Außerbandsignale verstärkt, aber das nehme ich erst einmal inkauf.


Messung in der galaktischen Ebene bei einer Deklination von etwa -16°

Zur Kontrolle habe ich dann noch eine Messung östlich der galaktischen Ebene durchgeführt.


Vergleichsmessung außerhalb der galaktischen Ebene

Das Signal auf 1,42GHz ist nicht mehr vorhanden. Allerdings eine Menge anderer Signale. Laut Bandplan der BNetzA sind die unmittelbar benachbarten Bereiche zur militärischen Nutzung und zur Nutzung durch den Weltraum-Forschungs-Funkdienst freigegeben. Möglicherweise machen sich hier Signale der Luftwaffenbasis Nörvenich bemerkbar. Die Richtung stimmt in etwa und der Flugplatz ist auch nicht allzu weit entfernt. Möglich ist auch ein Satelliten-Link. Da das Signal an gleicher Stelle auch bei einem anderen - weit entfernt wohnenden - OM im Spektrogramm zu sehen ist, liegt die Vermutung nahe, dass letzteres der Fall ist.


Fliegender Aufbau für den Messversuch

Zusätzliche Messmittel
MMIC-Amplifier PGA-103

MMIC-Amplifier INA-03184


INA-03184 mit 25dB Gain und einer NF von 2,5dB

Spektrumanalyzer von BG7TBL


Spektrumanalyzer von BG7TBL (ohne Gehäuse) mit USB-Anschluss

Die oben beschriebene Messung habe ich nach Sonnenuntergang durchgeführt. Gegen 19:20 Uhr am 23.09.2017, befand sich die galaktische Ebene in einer für mich günstigen Beobachtungsposition, genau im Süden.

Messungen mit der Helixantenne sind tagsüber unmöglich. Solange die Sonne scheint, wird alles überlagert, selbst wenn die Sonne sich außerhalb des Öffnungswinkels der Antenne befindet.

Ein interessanter Versuch. Für ernsthafte Messungen gibt es aber wohl keine Alternative zu einem Spiegel.

 

Aufbau

  
Aufbau der Meßeinrichtung